Teststreifen

Diabetes und Blutzuckerteststreifen sowie Urinzuckerteststreifen

Der glykämische Index

 

Der glykämische Index kurz GI

Der glykämische Index ist momentan in aller Munde. Welche Rolle spielt er bei der Ernährung eines Menschen mit Diabetes? Kann man Vorteile haben, wenn man den glykämische Index der Nahrungsmittel kennt?

Kurz erklärt ist der glykämische Index ( GI ) eine Berechnungseinheit bei den kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln für die Blutzuckerwirksamkeit. Der GI zeigt an, wie schnell die Kohlenhydrate im Blut als Blutzucker ankommen, den Blutzuckerwert erhöhen und wie stark dann der Insulinausstoß bzw. Insulinbedarf ist. Die Erfahrung zeigt ja, dass ein Traubenzucker schneller den Blutzucker treibt wie beispielsweise eine Kartoffel.

Die Maßangabe des glykämischen Index ist in Prozent angegeben. Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, bei denen nach dem Essen ein schneller und hoher Anstieg bei einer Blutzuckermessung angezeigt wird, haben einen hohen GI. Lebensmittel ohne Kohlenhydrate, dazu zählen Fette und Öle, haben keinen GI und kohlenhydrathaltige Lebensmittel, bei denen der Teststreifen bei der Zuckermessung nur einen niedrigen Blutzuckeranstieg zeigen, haben auch einen niedrigen GI. Der Index wird dabei aus dem Verhältnis zum Traubenzucker berechnet. Aufpassen muss man allerdings bei dem Vergleich bei den unterschiedlichen GI Werte, da in Amerika das Verhältnis zum Weissbrot genommen wird.

Der glykämische Index wurde um 1980 im Rahmen von Diabetes-Forschungsvorhaben entwickelt. Heute wird allerdings mehr mit der glykämischen Last  GL ) gearbeitet. Aus den damaligen Forschungsergebnissen entwickelte sich beispielsweise die Glyx-Diät.

Interessant ist, dass bei einem Essen mit einem hohen Anteil an schnell wirksamen Kohlenhydraten, sprich einem hohen glykämische Index, der Blutzucker recht schnell ansteigt und Dank der Wirkung des Insulins auch schnell wieder absinkt. Aufgrund dieser starken Schwankungen des Blutzuckers soll auch das Hungergefühl verstärkt werden. Ein wichtiger Faktor für Übergewichtige und auch Diabetes-Typ-2 Betroffene.

Aus diesem Grund werden bei der täglichen Kost für Menschen mit Diabetes besonders die Lebensmittel empfohlen, die einen niedrigen glykämische Index haben. Diese Kohlenhydrate sättigen besser und das Sättigungsgefühl hält auch länger an.

Typische Vertreter des niedrigeren glykämischen Index sind Vollkornbrot, Erbsen, Möhren, Linsen oder Pastanudeln. Beachtenswert ist die Zubereitungsform. Rohe Möhren haben einen GI von 30, in gekochter Form werden aber 85 erreicht.

 

 

 

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