Teststreifen

Diabetes und Blutzuckerteststreifen sowie Urinzuckerteststreifen

Hundediabetes oder caniner Diabetes mellitus

 

Hundediabetes, der Diabetes des Haushundes

 

Wie der Mensch, so kann auch der Hund zuckerkrank werden. Der Hundediabetes, wissenschaftlich caniner Diabetes mellitus genannt, betrifft den Haushund. Die Erkennungszeichen, dass mein Hund betroffen sein könnte, sind ein wesentlich höherer Wasserdedarf und vermehrtes Fressen bei gleichzeitiger Abmagerung und auffälligem häufigem Harnabsatz. Gleich vorweg, ein Zuckerhund kann Dank einer Versorgung mit Insulin und der Blutzuckermessung mit Teststreifen gut eingestellt weiterleben.

 

Welche Massnahmen sind bei Diagnose Hundediabetes wichtig

Neben der Versorgung mit Insulin, das im übrigen vom Hundehalter problemlos subkutan gespritzt wird, und der Kontrolle der Blutzuckerwerte mithilfe eines Blutzuckermessgerätes sind weitere Massnahmen notwendig:

  • Einhalten des idealen Körpergewichtes
  • Vermeidung von Stress Situationen, hoher körperlicher Einsatz aber auch psychischer Stress
  • einen konsequeten Fütterungsplan, mengenmäßig wie auch zeitlich

 

Futterfragen beim diabetischen Hund

Hier kann man bereits zu speziellen Futtermischungen für zuckerkranke Hunde greifen ( spezielle Diätfuttermittel für Hunde ). Wer seine Futtermischung selbst herstellt, so ist der Anteil an Rohfaser wichtig. Grob gesagt sollte das Futter zu einem Drittel aus Fleisch, aus einem weiteren Drittel aus Gemüse und zu einem Drittel aus Kohlenhydratlebensmitteln bestehen.

 

Blutzuckermessung selbstgemacht

Neben der regelmässigen Kontrolle des Blutzuckers jedes Vierteljahr beim Tierarzt sollte der Tierbesitzer das Messen des Blutzuckers selbst erlernen. Die Blutentnahme findet am besten am Ohr statt. Hierzu wird mithilfe von Blutentnahmegeräten, Stechilfen, die auch bei Menschen mit Diabetes genutzt werden verwendet, Blut gewonnen und mit einem Blutzuckerteststreifen und dem Blutzuckermessgerät der Blutzuckerwert ermittelt.

 

Unterzucker beim diabetischen Hund

Wie auch beim Menschen mit Diabetes, der Insulin spritzt, kann es auch beim Hund zur Unterzuckerung kommen. Dieser glykämische Schock zeigt sich in folgenden Symptomen:

  • Zittern
  • Zuckungen
  • starker Hunger
  • Unruhe
  • schlimmstenfalls Koma

Eine schnelle Blutzuckermessung kann die Situation bei ihrem Liebling klären. Als Gegenmassnahme gegen die Unterzuckerung gelten:

  • Futterangebot, wobei hier die Wirkung etwas auf sich warten lässt
  • besser ist das Angebot von Traubenzucker oder Würfelzucker (Gefahr von Verschlucken!)
  • oder das Einflössen einer zuckerhaltigen Lösung aus Traubenzucker, Glukosesirup,Honig.

 

4 Reaktionen zu “Hundediabetes oder caniner Diabetes mellitus”

  1. Birte Oldenburg

    Was viele Tierbesitzer anfangs noch nicht wissen: Dass Spazierengehen und Toben den Blutzucker stark senken können - auch noch einige Zeit nach dem Toben. Wir empfehlen deshalb das Messen des Blutzuckers vor dem Spazierengehen, und bei längerem und stärkerem Toben auch zwischendurch, sowie das Füttern von kohlenhydrathaltigen Leckerli.
    Wenn der Zucker zu stark absinkt, haben wir gute Erfahrung gemacht mit einem oder zwei Eckchen Zwieback, auf denen ein Klecks Honig drauf ist.
    Bei einer starken Unterzuckerung sollte man den Honig oder Glukosesirup (gibt’s in der Apotheke in praktischen Tuben für unterwegs) direkt in die Lefze/ans Zahnfleisch geben, denn über die Schleimhäute wird die Glukose schneller aufgenommen. Und so bald wie möglich gibt es dann obendrauf noch eine kohlenhydrathaltige Zwischenmahlzeit.

  2. admin

    Hallo Birte,
    genau richtig. Wie beim Menschen auch sind sicherlich auch das Messen von Tagesprofilen interessant. Das mit der Tube aus Apotheken war mir auch neu.Danke!
    Für den Notfall sollte der Tierbesitzer immer eine Notration dabeihaben, man weiss ja nie, was so alles passieren kann.
    Man stelle sich nur mal vor, nach dem Insulinspritzen schmeckt das Futter mal nicht so…und der Liebling tobt im Garten mit Nachbars Waldi

  3. Zuckerhund

    Deshalb wird bei Hunden auch unbedingt empfohlen, den Hund erst zu füttern und erst nach der Futteraufnahme zu spritzen. Sollte der Hund einmal nicht fressen, spritzt man (bei Verwendung von Caninsulin, was bei Hunden die Regel ist) die Hälfte der verordneten Dosis.
    Ja, Tagesprofile empfehlen wir auch, klaro :)

    Viele Grüße
    Birte

  4. admin

    ist vergleichbar mit Empfehlungen im Human-Bereich!

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